Category Archives: Aktuelles

PR für Non-Profit-Organisationen – warum sie so wichtig ist

PR wird häufig mit großen Unternehmen in Verbindung gebracht. Besonders in Krisenzeiten denkt man bei PR gleich an VW oder Nestlé. Das ist grundlegend richtig, doch PR findet sich nicht nur bei Unternehmen und in der Politik, sie ist ebenfalls sehr wichtig bei Non-Profit-Organisationen wie WWF oder der Caritas.

Diese existieren nämlich allein durch Spendengelder, Zuschüsse und Mitgliedsbeiträge. Nur wenige karitative Organisationen haben einen kleinen „Nebenverdienst“ wie zum Beispiel einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, an dem sie Weihnachtskarten oder selbstgebasteltes verkaufen. Allein deswegen sind sie stark von der PR abhängig, die ihr Image aufbessert, zeigt was diese karitativen Organisationen alles können und unternehmen sowie auf die Organisationen aufmerksam machen.

Oberstes Ziel der sogenannten NPO´s ist nicht der Gewinn, sondern das gemeinnützige, soziale, wissenschaftliche oder kulturelle Ziel. Es gibt Verbände, Stiftungen und Vereine, deren Mitarbeiter zum großen Teil ehrenamtlich arbeiten. Allein in Deutschland gibt es mehr als 500.000 Vereine und mehr als 15.000 Stiftungen mit verschiedenen Zielsetzungen. Sie werden in vier Bereiche eingeteilt und zwar in

– Karitative und soziale NPO´s
Sie unterstützen arme und kranke Menschen nicht nur lokal, sondern auch global (Diakonie, Misereor) sowie die Suchtberatung.

– Staatliche und halbstaatliche NPO´s
Sie werden vom Staat finanziell unterstützt, damit das Leben der Bevölkerung organisiert werden kann. Dazu zählen unter anderem Schulen, Theater, jegliche Kammern usw.)

– Wirtschaftliche/ politische NPO´s
Dazu zählen Gewerkschaften wie die IG Metall und Bürgerinitiativen

– Soziokulturelle NPO´s
Dessen Mitglieder arbeiten aus Überzeugung in bestimmten Organisationen ehrenamtlich mit, die einen ganz bestimmten Bezug zu einem Thema haben. Das sind unter anderem Kirchen und Vereine wie Sportvereine

Alle Non-Profit-Organisationen haben keinen Eigentümer. Allerdings müssen all diese Organisationen ihre gesamten Einnahmen am Ende des Jahres in einem Geschäftsbericht offenlegen. Auch ist wirtschaftliches Denken trotz allem sehr wichtig, gerade für die Mitglieder, Sponsoren und regelmäßige Spender. Diese Zielgruppe möchte natürlich wissen, was mit ihrem Geld geschieht und wie und wo es eingesetzt wird. Deswegen müssen NPO´s verantwortungsbewusst mit den Geldern umgehen und es gezielt für ihren eigentlichen Zweck einsetzen.

Der Wettbewerb ist hart, Konkurrenten schlafen nicht und Spender sowie Mitglieder müssen bei Laune gehalten werden, damit sie nicht zur Konkurrenz wechseln. Da PR sich mit wirtschaftlich korrekter Vorgehensweise auskennt, wird es immer wichtiger, mit ihr als NPO zusammenzuarbeiten. Dennoch schieben viele NPO´s die Arbeit mit PR-Schaffenden weit von sich, obwohl sie doch beim Überleben helfen können. Das hat mehrere Gründe. Zum einen die Extraausgaben für PR, die ja nicht dem eigentlichen Zweck der Organisation dient. Das muss vor der Öffentlichkeit gerechtfertigt werden. Dabei gibt es einige große NPO´s, die die Ausgaben für PR vorbildlich einsetzen und zwar in Umweltkampagnen. So sind sie gerechtfertigt und werden von den Sponsoren und Mitgliedern akzeptiert. Zum anderen halten viele NPO´s PR-Arbeit für unseriös und unnötig. Sie möchten es aus eigener Kraft schaffen anerkannt zu werden. Jedoch kann man nach außen hin nicht gut wirken, wenn niemand weiß, dass es diese Organisation überhaupt gibt. Ein letzter Grund weshalb NPÖ´s PR ablehnen ist, dass PR für professionelles Marketing steht, dass für gewinnorientierte Unternehmen arbeitet. Dieses System wird prinzipiell von den Non-Profit-Organisationen abgelehnt.
Durch diese Haltung verspielen NPO´s großes Potenzial und lassen einen großen Vorteil verkommen, den sie durch Public Relations hätten: Journalisten reagieren in der Regel sehr positiv auf karitative und soziale Zielsetzungen und Organisationen. Allein durch Journalisten werden NPO´s in den Medien bekanntgemacht und könnten Aufmerksamkeit wecken.

Zusammenarbeit mit NPO´s

Wenn NPO´s sich dann doch für eine professionelle Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur oder PR-Schaffende entscheiden, ist die Zielsetzung in der Kommunikation für die PR-Seite anders als mit der Zusammenarbeit mit wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen. Im Normalfall gibt es drei Ziele im Bereich der Non-Profit-Organisationen:

– Informieren (Hintergrundinformationen)
– Sensibilisieren (Aufmerksamkeit erregen und damit Hauptaugenmerk auf den Zweck
richten)
– Mobilisieren (der Zweck der Organisationen soll den Zielgruppen so nah gebracht
werden, dass diese den Zweck automatisch und freiwillig mittragen)

Und wer sind die Zielgruppen bei Non-Profit-Organisationen?
In erster Linie sind es selbstverständlich die von der Organisation geförderten Menschen, die Hilfe, Zuwendung und Schutz benötigen. Die nächste Zielgruppe sind die Förderer, zu denen Sponsoren, Gönner, Spender, Multiplikatoren (Journalisten) und Mitglieder zählen. Als letzte Zielgruppen sind interne Zielgruppen und Behörden zu nennen, die mit den NPO´s zu tun haben.

Als PR-Instrumente sind nachfolgend die wichtigsten aus der externen Kommunikation aufgeführt.

– Ganz wichtig ist das Direct Marketing in Form von persönlichen Gesprächen und Telefonaten, dem Schreiben von E-Mails sowie Briefen. Persönlicher, direkter Kontakt wirkt Vertrauen erweckend und gilt als glaubwürdig, weil ein Ansprechpartner für die Zielgruppen greifbar ist.
– Eigene Medien, auch soziale Medien, sind unerlässlich für die Arbeit mit den Zielgruppen. Anhand dieser Medien werden die Zielgruppen regelmäßig über alle Vorgänge und Aktionen informiert und sie erhält wichtige Hintergrundinformationen. Viele NPO´s verfügen über eigene Onlinefernsehkanäle und Videos auf You tube. Eine eigene Website ist ein Muss, denn auf ihr finden sich alle wichtigen Informationen rund um die Organisation, Mitgliedschaften, Mitgliederzeitschriften als PDF, Kontaktadressen usw.
– Veranstaltungen und Events machen aufmerksam, wecken Vertrauen und können das Image verbessern. Dazu zählen unter anderem Stände auf Weihnachtsmärkten, auf Messen und an Aktionstagen, die dem Zweck der eigenen Organisation dienen (z.B. Tag der Senioren), Feste wie ein Tag der offenen Tür und besondere Empfänge zum Jubiläum oder in der Weihnachtszeit.
– Ein ständiger und selbstverständlicher Begleiter sollte die Pressearbeit sein. NPO´s verfügen über riesiges Wissen ihres Spezialgebietes, welches sehr interessant für Journalisten ist. Dies gilt nicht nur im lokalen Bereich, sondern auch bei Auslandeinsätzen in den dritten Ländern. Was Pressearbeit betrifft, müssen NPO´s aktiv mitarbeiten. Sie sollten nicht darauf hoffen, dass Journalisten von selbst Themen aufgreifen und sie bekannt machen. Non-Profit-Organisationen sollten, um auf Dauer erfolgreich zu sein, selber Themen anbieten und immer wieder Gelegenheiten bieten, um auf sich aufmerksam zu machen.

Ganz egal, wie sich die Zusammenarbeit gestaltet, wichtigster Punkt für PR-Schaffende ist der sorgsame Umgang und die verantwortliche Umsetzung des vorgegeben Budgets. Da sich NPO´s stets rechtfertigen müssen für ihre Ausgaben, sollte das Vertrauen der NPO´s nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Sie sollten das Budget zielgerecht einsetzen mit Aussicht auf Erfolg.

Post-Corona-Zeit: Öffentliche und private Obst- und Gemüsegärten mit zwei wichtigen Funktionen

Die Generation, die den zweiten Weltkrieg erlebte, konnte davon berichten, dass sie selbst Obst und Gemüse in ihren Gärten angepflanzt hat. Diese Saat ersetzte natürlich niemals vollständig die damalig zerstörten Supermärkte, aber so wurde zumindest der Hunger reduziert.

Die aktuelle Notsituation oder Einschränkungen während der Corona-Pandemie bringen solche Ideen wieder ganz neu auf. Die Stadt Kopenhagen hatte beispielsweise eigentlich in der Vergangenheit die Tradition von Obstbäumen und Fruchtsträuchern an öffentlichen Plätzen. Diese Tradition wurde später lange Zeit verworfen. Mit der Corona-Pandemie wird sie wieder neu ins Leben gerufen und ein neuer Anbau gestartet. Ähnliche Pläne werden beispielsweise in den Städten Ottawa in Kanada und Adelaide in Australien umgesetzt.

Viele andere Städte weltweit wollen dem Plan folgen und öffentliche Bereiche wie Parks, Spielplätze und Spazierwege mit solchen Obstbäumen neu bepflanzen. Das Ziel steckt dahinter, dass nicht nur die normalen Bürger sich an dem Obst erfreuen können, sondern auch die Obdachlosen zumindest eine kleine aber gesunde Ernährungsquelle haben.

Diese Aktion überschneidet sich mit den Aktionen im Jahr 2019, in denen Müll von Bürgern, Vereinen oder Schulklassen in öffentlichen Bereichen entfernt und Bäume gepflanzt wurden. Der Hintergrund war etwas für den Klimaschutz und gegen die Erderwärmung zu tun. Diese eingangs erwähnter Aufforstung kann also eine doppelte Funktion übernehmen:

  1. Möglichkeit von natürlichen und kostenlosen Nahrungsquellen
  2. Umweltschutz und Klimaschutz durch weitere Aufforstung

Dieses Ansinnen kann nicht nur emotional unterstützt, sondern auch gleichzeitig privat umgesetzt werden. Jeder Hausbesitzer, der gleichzeitig ein Garten hat, kann sich zumindest eine gute Tat für das Jahr 2020 überlegen. Er könnte einen Baum in seinem Garten und eventuell im Vorgarten einen Obstbaum pflanzen, von dem Passanten Obst umsonst pflücken könnten. So tut er etwas für den Umweltschutz und dem sozialen Miteinander.

Pflegeleichte Obstbäume

In der Regel scheute sich der Gartenbesitzer neue Bäume zu setzen, da sie besonders pflegeaufwendig seien. Die eigene Auslastung, den Garten schon so alleine neben der Arbeit in Schuss zu halten, war bisher zu groß. Die Umsetzung zur Pflanzung weiterer Obstbäume wurde deswegen vielleicht nicht mehr gemacht. Es gibt jedoch auch pflegeleichte Obstbäume. Der Arbeitsaufwand ist nach der Setzung sehr gering. Zu diesen pflegeleichten Obstbäumen gehören die folgenden:

  • Apfelbäume sind sehr robust und wenig pflegeaufwendig.
  • Birnenbäume sind ideal mit einem Birnenspalier an einer Häuserwand geeignet.
  • Kirschbäume brauchen mehr Sonne und Platz.

Neben diesen Obstbäumen sind insbesondere auch Haselnusssträucher zu empfehlen. Sie sind sehr pflegeleicht und dienen mittels dichten Bewuchses auch als Sichtschutz. Walnussbäumen hingegen werden zu groß und fordern zu viel Platz. Das kann kritisch werden, wenn der Garten nicht so weiträumig ist. Zudem wachsen unterhalb und in unmittelbarer Nähe des Walnussbaumes wenig andere Pflanzen.