Aktienfonds: beste Geldanlage für Top Rendite und hoher Wertzuwachs



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Risiken bei Geldanlage und Kapitalanlage





In den vorangegangenen Abschnitten wurde des Öfteren von Risiken gesprochen. Daher soll unter diesem Gliederungspunkt erläutert werden, was unter den einzelnen Risiken zu verstehen ist. Doch bevor diese näher beschrieben werden, soll zuerst einmal aufgezeigt werden, was unter Risiko, im Zusammenhang verschiedenen Anlageformen, zu verstehen ist.

Risiko:
Risiko (nach moderner Theorie definiert) ist die Abweichung der tatsächlichen Rendite von der erwarteten Rendite. Dies gilt sowohl für Abweichungen nach oben, d.h. die tatsächliche Rendite ist höher als die erwartete Rendite, als auch die Abweichung nach unten, d.h. die tatsächliche Rendite ist niedriger als die erwartete.
Ein Anleger versteht unter Risiko allerdings etwas anderes. Er versteht unter Risiko die Gefahr, Teile seines Geldes, die er in eine Anlageform investiert hat, zu verlieren.



Kurs- und Wertveränderungsrisiko
Werden Wertpapiere an der Börse gehandelt, unterliegen sie Kursschwankungen. Diese stellen für den Anleger ein Risiko dar, welches als Kursrisiko bezeichnet wird. Aufgrund von Kursschwankungen ändert sich der Wert des jeweiligen Papiers, dies wird als Wertveränderungsrisiko bezeichnet.

Beispiel: Sinkt der Kurs einer Aktie vom Kaufkurs 100.- EURO auf einen Kurs von 80.- EURO, hat der Anleger ein „negatives“ Kursrisiko, das einem Wertveränderungsrisiko von minus 20.- EURO entspricht. Steigt dagegen der Kurs der Aktie auf 120.- EURO, hat der Anleger ein „positives“ Kursrisiko, das einem Wertveränderungsrisiko von plus 20.- EURO entspricht. Aktien unterliegen diesem Risiko stärker als Schuldverschrei-bungen, da sie fast täglich andere Werte aufweisen. Börsennotierte Schuldverschrei-bungen unterliegen diesem Risiko ebenfalls, nicht so stark wie Aktien. Immobilien werden zwar nicht an der Börse gehandelt und unterliegen daher keinem Kursrisiko, dennoch unterliegen sie einem Wertveränderungsrisiko, da sich ihr Wert verändern kann. Änderungsrisiko
Vom Änderungsrisiko sind Schuldverschreibungen betroffen, die mit einem variablen Zinssatz (Floating-Rate Notes) ausgestattet sind. Da ihr Zinssatz in bestimmten Abständen an einen Referenzzinssatz angepasst wird. Im Zusammenhang mit Schuldverschreibungen wird dieses Risiko auch als Zinsänderungsrisiko bezeichnet.

Auch Aktien unterliegen diesem Risiko, da die jährliche Dividende, die das jeweilige Unternehmen an die Anleger ausbezahlt, vom jährlichen Ertrag des Unternehmens abhängt und da dieser nie in gleicher Höhe anfällt, ändert sich dadurch auch die jährliche Dividende. Unterliegt eine Anlageform einem Änderungsrisiko, ändert sich dadurch auch der laufende Ertrag. Schuldverschreibungen, die z.B. über die gesamte Laufzeit mit einem festen Zinssatz ausgestattet sind, unterliegen nicht dem Änderungsrisiko.

Bonitätsrisiko
Unter Bonität versteht man die Fähigkeit des Schuldners, die Zinsen und das geliehene Kapital zum vereinbarten Zeitpunkt zurückzuzahlen. Ob ein Schuldner die Fähigkeit besitzt, wird als Bonitätsrisiko bezeichnet. Das Problem für den einzelnen Anleger besteht darin, dass er nicht die Informationen hat, Bonität des jeweiligen Schuldners zu beurteilen. Dies betrifft vor allem Schuldverschreibungen, die von ausländischen Emittenten ausgegeben werden. Daher haben sich verschiedene Agenturen (werden auch als Rating-Agenturen bezeichnet) darauf spezialisiert, die Bonität von verschiedenen Emittenten zu beurteilen. Die beiden bekanntesten Agenturen sind Moody´s und Standard & Poors (S & P). Für die Beurteilung der verschiedenen Emittenten werden sämtliche Daten des Unternehmens oder auch von einzelnen Staaten analysiert (z.B. vergangenes und zukünftiges Zahlungsverhalten, derzeitiger Schuldenstand, zukünftige Ertragserwartungen usw.).

Nachdem die Analyse abgeschlossen ist, wird dem einzelnen Emittent ein Buchstabe bzw. Buchstabenkombination zugeordnet.

Je schlechter ein Emittent eingestuft wird, desto höhere Zinsen werden von diesem verlangt, damit ihm überhaupt jemand Geld zur Verfügung stellt (vgl. dazu auch S. 55 unter Achtung). Natürlich können sich Emittenten auch verschlechtern bzw. verbessern, d.h. der jeweilige Emittent wird entweder abgestuft oder er wird eine oder mehrere Klassen höher eingestuft. Ist dies der Fall, so wird meistens in der Presse darüber berichtet. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass solche Beurteilungen in Wirtschaftszeitungen, wie z.B. dem Handelsblatt oder BörseOnline veröffentlicht werden.


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