Management von Investmentfonds



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Das Fondsmanagement





Das Fondsmanagement ist bei der Investmentgesellschaft beschäftigt. Dabei ist zu beachten, dass je nach Größe des Fonds, das Management aus einer einzelnen Person, oder auch aus einem ganzen Team bestehen kann.

Dies ist dann der Fall, wenn es sich z.B. um einen breit streuenden Aktienfonds handelt. Dabei wird meistens so verfahren, dass ein Fondsmanager für die grobe Aufteilung des Fondsvermögens zuständig ist. Z.B. teilt er dem Markt „Amerika“ eine Mio. EURO des Fondsvermögens zu und dem Markt „Japan“ teilt er 500.000.- EURO zu. Für die weitere Aufteilung der einen Mio. EURO ist dann der für Amerika zuständige Fondsmanager verantwortlich.



Die Hauptaufgabe des Fondsmanagements besteht darin, das einbezahlte Geld der Anleger gewinnbringend anzulegen. Um dies zu erreichen, müssen sie entscheiden, wann ein geeigneter Zeitpunkt gekommen ist, um Wertpapiere zu kaufen bzw. zu verkaufen. Des Weiteren müssen sie die richtigen Wertpapiere (z.B. Aktien bei einem Aktienfonds) auswählen. Bei seinen Anlageentscheidungen muss das Fondsmanagement bestimmte Vorschriften einhalten. Bei diesen Restriktionen handelt es sich um die Anlagerichtlinien (vgl. 8.4.3. Schutzbestimmung: Anlagerichtlinien S. 233).

Bezüglich des Fondsmanagements kann gesagt werden, dass der Erfolg eines Fonds im wesentlichen vom Fondsmanagement abhängt. Denn von seinen Entscheidungen hängt es ab, ob der Wert des Fondsvermögens steigt oder fällt und damit natürlich auch der Profit der vielen Anleger.

Damit die Fondsmanager die richtigen Entscheidungen treffen, verfolgen sie sogenannte Managementstile.

Exkurs Managementstile: In der Praxis wird dabei zwischen folgenden Managementstilen unterschieden:

passiver Managementstil
aktiver Managementstil
halbaktiver Managementstil


passiver Managementstil:
Beim passiven Managementstil bildet das Fondsmanagement einen Index nach. D.h., dass die Auswahl als auch die Gewichtung der einzelnen Wertpapiere durch den Index genau vorgeschrieben wird. Daraus ergibt sich, dass alle Indexfonds nach dem passiven Managementstil gestaltet sind.

Der Vorteil eines Indexfonds besteht (wie bereits erwähnt) darin, dass das Managementrisiko (vgl. 3.2.7. S. 76) weitgehend umgangen wird.

aktiver Managementstil:
Beim aktiven Managementstil nimmt der Fondsmanager die Auswahl und auch die Gewichtung der Wertpapiere selbst vor. Dabei muss zwischen folgenden zwei Ansätzen unterschieden werden:

Top-down Ansatz
Bottom-up Ansatz


Top-down Ansatz:
Bei diesem Ansatz wählt der Fondsmanager z.B. eines weltweit investierenden Aktienfonds zuerst bestimmte Regionen (z.B. Nordamerika, Europa, Asien usw.) aus, die anhand volkswirtschaftlicher Daten attraktive Aussichten liefern. Anschließend werden innerhalb der ausgewählten Regionen bestimmte Länder ausgewählt, die ebenfalls aufgrund volkswirtschaftlicher Faktoren vielversprechende Ertragsaussichten bieten. Zuletzt werden innerhalb der einzelnen Länder die Unternehmen ausgewählt, die aufgrund der fundamentalistischen Methode (hierbei werden die gesamten Daten des Unternehmens analysiert) und der Chartmethode (hierbei wird der vergangene Kursverlauf der Aktie des jeweiligen Unternehmens analysiert) die besten Aussichten bescheren.

Bottom-up Ansatz:
Bei diesem Ansatz werden zuerst die einzelnen Unternehmen, aufgrund der fundamentalistischen Methode und der Chartmethode, ausgewählt. Anschließend wird das Land und die Region, in welchem das Unternehmen seinen Sitz hat, anhand volkswirtschaftlicher Indikatoren analysiert. Ist die Analyse des Landes und der Region abgeschlossen, werden z.B. bei Aktienfonds die Unternehmen stärker gewichtet, welche die besten Ertragsaussichten liefert.

halbaktiver Managementstil:
Bei diesem Stil orientiert sich das Fondsmanagement bei der Auswahl der Wertpapiere an einem Index. Bei der Gewichtung der einzelnen Positionen wird allerdings vom Index abgewichen. Der halbaktive Managementstil kommt in Deutschland und der Schweiz sehr häufig zum Einsatz. Exkurs Ende

Häufig werden auch Analysten eingesetzt. Deren Aufgabe ist es, volkswirt-schaftliche und unternehmensspezifische Informationen zu sammeln und damit das Fondsmanagement zu unterstützen, die erste Vorauswahl zu treffen, welche Wertpapiere gekauft bzw. welche verkauft werden.

Natürlich können Fondsmanager auch nicht immer die richtigen Entscheidungen treffen. Peter Lynch (einer der erfolgreichsten Fondsmanager) hat einmal gesagt, dass 1/3 seiner Entscheidungen falsch waren und 2/3 richtig. Was für ihn ein sehr gutes Ergebnis war.


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