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Nachdem ein Anleger seine Anlageziele definiert hat, muss er seine persönlichen Einflussgrößen analysieren.
Zu den persönlichen Einflussgrößen gehören folgende Kriterien:
Lebensalter
Einkommenshöhe
gegenwärtige und zukünftige Sparfähigkeit (u.a. abhängig, wie sicher der
Arbeitsplatz ist)
Familienstand
bisherige Vermögenssituation
individuelle Steuer- und Sparförderungssituationen
beabsichtigte Anlagedauer
Konsumverhalten und
Schuldenstruktur.
Damit die Kriterien auf einen Nenner gebracht werden, sollte der Anleger seinen
individuellen Risikotyp bestimmen. Dabei ist folgendermaßen vorzugehen.
Schritt 1: Erstellung einer Einnahmen-/Ausgabenrechnung
Schritt 2: Erstellung einer Vermögensbestandsrechnung (Vermögensbilanz)
Schritt 3: Bestimmung des individuellen Risikotyps
2.2.1.) Schritt 1: Erstellung einer Einnahmen-/Ausgabenrechnung
Bei einer Einnahmen-/Ausgabenrechnung handelt es sich um nichts anderes als ein
Haushaltsbuch.
Dabei werden zunächst einmal für jeden einzelnen Monat die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Dadurch kann festgestellt werden, welcher monatlicher Betrag für Sparzwecke übrig bleibt.
Nach einem Jahr erhält der Anleger die jährliche Einnahmen-/Ausgabenrechnung.
Anmerkung: Mit Hilfe eines Computers, lässt sich eine solche
Einnahmen-/Ausgabenrechnung am einfachsten mit einem Tabellenkalkulationsprogramm, wie z.B. Excel erstellen.
Es gibt hierfür auch spezielle Computerprogramme. Dabei ist das Programm „Quicken Deluxe“ besonders zu empfehlen.
Dieses ist in jedem größeren Kaufhaus oder in einem Computerfachgeschäft zu geringem Preis erhältlich.
Folgende Checkliste zeigt, wie eine Einnahmen-/Ausgabenrechnung aussehen könnte.
Tab. 2.1.: Checkliste: Einnahmen-/Ausgabenrechnung (1 EURO = 1,95583 DM)
Quelle: in Anlehnung an: vgl. Schwanfelder, W.: Geldanlage mit System, ...a.a.O., S. 60
Eine Einnahmen-/Ausgabenrechnung für einen Monat könnte z.B. folgendermaßen aussehen:
Tab. 2.2.: Beispiel: monatliche Einnahmen-/Ausgabenrechnung (1 EURO = 1,95583 DM)
Quelle: in Anlehnung an: vgl. Schwanfelder, W.: Geldanlage mit System, ...a.a.O., S. 60
Wie bereits erwähnt, erhält ein Anleger nach einem Jahr, auf Basis der 12 monatlichen Einnahmen-/Ausgabenrechnungen, die jährliche Einnahmen-/Ausgabenrechnung. Diese könnte folgendermaßen aussehen:
Tab. 2.3.: Beispiel: jährliche Einnahmen-/Ausgabenrechnung (1 EURO = 1,95583 DM)
Quelle: in Anlehnung an: vgl. Schwanfelder, W.: Geldanlage mit System, ...a.a.O., S. 60
Interpretation: Es ergibt sich ein jährlicher Überschuss von 6.190.- EURO. Das bedeutet, dass monatlich 515,83 EURO für Sparzwecke zur Verfügung stehen.
Fazit: Durch die monatliche, bzw. jährliche Einnahmen-/Ausgabenrechnung erkennt
der Anleger zum einen, welchen Betrag er monatlich, bzw. jährlich für Sparzwecke zur
Verfügung hat und zum anderen zeigt sie dem Anleger auf, wo er u.U. Einsparungen vornehmen könnte.
Sofern bei der Gegenüberstellung von Monatseinnahmen und Monatsausgaben laufend ein negativer Betrag
erscheint oder sogar ein negatives Jahresergebnis vorliegt, sollte dies dem Anleger ein Warnsignal sein,
welches ihn darauf hinweisen sollte, dass er mit gezielten
Einsparungen versuchen muss, seine monatlichen Ausgaben zu senken. Wird trotz der Einsparungen kein positives
Ergebnis erzielt, ist dem Anleger zu empfehlen, eine Haushalts- bzw. Schuldnerberatung eines
Verbraucherschutzverbandes aufzusuchen und sich über die weitere Vorgehensweise beraten zu
lassen.
Das Problem bei der Erstellung einer Einnahmen-/Ausgabenrechnung besteht darin, dass dafür eine gewisse Zeit
benötigt wird, da die alleinige Betrachtung eines einzelnen Monats wenig aussagekräftig ist.
nächste Seite: Erstellung einer Vermögensbestandsrechnung (Vermögensbilanz)
Sollten Sie interesse haben diese Arbeit vollständig zu erwerben so setzen Sie sich bitte mit dem Autor Karsten Fahner in Verbindung: kfahner @ t-online.de
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