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Wechselkursrisiko (Währungsrisiko)





Inflationsrisiko Wie unter Gliederungspunkt 3.1.5. Geldwert und Sachwert (vgl. S. 68) erwähnt wurde, kann einer Inflation nur entgangen werden, wenn die gewählte Anlageform eine Rendite erwirtschaftet, die höher ist als die derzeitige Inflation.

Beispiel:
Liegt die Inflationsrate eines Landes bei 1,5% und die Anlageform erwirtschaftet eine Rendite von 2%, so bleibt eine reale Rendite von 0,5%



Ausfallrisiko (Totalverlustrisiko)
Unter Ausfallrisiko wird verstanden, dass bei Konkurs einer AG das Kapital des Anlegers zur Konkursmasse zählt und der einzelne Anleger einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals erleidet.

Ebenfalls besteht dieses Risiko bei Optionsscheinen, sofern die Option nicht ausgeübt wird. Bei Schuldverschreibungen wird dieses Risiko als Bonitätsrisiko (vgl. 3.2.3. S. 70) bezeichnet. Eine Unterscheidung wird deshalb vorgenommen, weil bei Schuldverschreibungen eine andere rechtliche Konstellation besteht (der Anleger ist Gläubiger und nicht Miteigentümer (wie bei Aktien) bzw. es wird ihm kein Recht eingeräumt, einen Vermögenswert zu vorab festgelegten Bedingungen zu kaufen oder zu verkaufen (wie bei Optionen)).

Managementrisiko
Dieses Risiko betrifft nur Investmentfonds. Bei einem Fonds überträgt der jeweilige Anleger die Anlageentscheidung an das Fondsmanagement (vgl. 4.2.2. Das Fondsmanagement S. 108). Dabei wird das Risiko, das durch die Handlungsweise des Fondsmanagements entstehen kann, als Managementrisiko bezeichnet, da das Fondsmanagement bei seinen Anlageentscheidungen auch falsche Entscheidungen treffen kann.
Das Managementrisiko lässt sich bei einer Investition in Indexfonds einschränken, da sich das Fondsmanagement entsprechend den Vertragsbedingungen (stehen im Verkaufsprospekt des jeweiligen Fonds), mehr oder weniger an die prozentuale Gewichtung eines Indexes (z.B. DAX, Dow Jones oder EuroStoxx50) halten muss. Dadurch ist der Anlageerfolg wesentlich von der Entwicklung des jeweiligen Indexes abhängig und nicht von den Anlageentscheidungen des Fondsmanagements.

Anmerkung: Im Anhang befindet sich eine Auflistung der Unternehmen, die im DAX (Anlage 1) und im EuroStoxx50 (Anlage 2) enthalten sind.

Anmerkung: Bei den hier genannten Risiken wurden lediglich die wichtigsten aufgeführt. Es können aber durchaus noch weitere Risiken auftreten. Z.B. besteht bei allen Anlageformen ein Steuerrisiko. Darunter wird verstanden, dass sich die Besteuerung der erzielten Erträge im Laufe der Zeit verändern kann.

Fazit
Ziel dieses Seminarteils war es, zu verdeutlichen, was ein Wertpapier allgemein ist. Des Weiteren wurden Ihnen die wesentlichsten Grundszüge der Wertpapiere „Aktien“, „Schuldverschreibungen“ und „Optionsscheine“ aufgezeigt, da alle drei Arten wesentliche Elemente eines Investmentfonds sein können. Zusätzlich sollte Ihnen der Unterschied zwischen Geldwert und Sachwert verdeutlicht werden.

Zum Schluss dieses Seminarteils wurden noch die wesentlichen Risiken erläutert, die ein Anleger eingeht, wenn er in Schuldverschreibungen, Aktien, Optionsscheine oder Investmentfonds investiert.


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